Ab jetzt soll es eine monatliche Zusammenfassung der gelesen Bücher hier geben. Die Zusammenfassungen kommen von amazon, die Noten sind Schulnoten.
Da ich vorm Urlaub kein Buch mehr geschafft habe, kommen hier die vier Bücher, die ich im Urlaub gelesen habe. Witzigerweise sind zwei davon Debütromane von Autoren, die genauso alt sind wie ich und deren Hauptpersonen 15-jährige Teeniejungs sind. ;-)
There you go:
1. Joe Dunthorne - Submarine (Penguin, 304 Seiten)
Meet Oliver Tate, 15. Convinced that his father is depressed ("Depression comes in bouts. Like boxing. Dad is in the blue corner") and his mother is having an affair with her capoeira teacher, "a hippy-looking twonk", he embarks on a hilariously misguided campaign to bring the family back together. Meanwhile, he is also trying to lose his virginity - before he turns sixteeen - to his pyromaniac girlfriend Jordana. Will Oliver succeed in either aim? Submerge yourself in "Submarine" and find out...
Ganz witzig geschrieben. Olivers halbgare Handlungen haben mich aber manchmal etwas genervt, so dass das Buch vielleicht doch eher was für Teenies ist. ;-) Note 3
2. Jaume Cabré - Die Stimmen des Flusses (Suhrkamp Taschenbuch, 666 Seiten)
Was geschah wirklich am 18. Oktober 1944 in dem Pyrenäenort Torena? Als Tina Bros sechs Jahrzehnte später in der alten Dorfschule ein hinter der Schiefertafel verborgenes Tagebuch entdeckt, ahnt sie nicht, daß sie an Dinge rührt, die in ihrer Verquickung aus Schuld und Scham, aus Leidenschaft und Fanatismus das ganze Drama einer schlimmen Zeit spiegeln. Noch weniger ahnt sie, daß der Schatten von damals bis in ihre eigene Gegenwart ragt.
In den Händen hat sie die Lebensgeschichte des Dorfschullehrers Oriol Fontelles - einen langen Brief an seine Tochter, der diese nie erreicht hat, die Bitte, von ihr und der Nachwelt nicht verurteilt zu werden. Tina, deren eigenes Leben in Unordnung geraten ist, setzt alles daran, herauszufinden, was damals tatsächlich geschah. Sie erfährt von Oriols tragischer Liebesbeziehung zu der schönen und mächtigen Elisenda Vilabrú, deren Vater und Bruder zu Beginn des Bürgerkriegs von Anarchisten ermordet wurden, davon, wie Elisenda in ihrem Bedürfnis nach Rache alle Fäden zieht und wie ihr Geliebter Oriol Fontelles als heimlicher Widerständler ein gefährliches Doppelspiel beginnt, das in der Dorfkirche von Torena sein schicksalhaftes Ende findet. Für Tina Bros jedoch ist die Geschichte nicht beendet, denn alter Haß und alte Leidenschaften gären weiter, die Vergangenheit ist nicht vergangen.
Die angeblichen Parellen zu "Der Schatten des Windes" sind an den Haaren herbei gezogen, trotzdem ist das Buch faszinierend. Die Erzählweise des Autors ist allerdings teilweise sehr verwirrend. Die Rahmenhandlung um Tina Bros wird linear erzählt, die Vergangenheit um den Lehrer Oriol springt ständig hin und her, teilweise mitten im Dialog. (Am Angfang des Dialogs unterhalten sich Person A und B, auf einmal sind es Person C und D in einer völlig anderen Situation, sehr verwirrend!). Wenn man sich an die Erzählweise gewöhnt hat, ist es aber ein wirklich gutes Buch. Note 2
3. Stefan Merrill Block - The Story of Forgetting (Faber & Faber, 313 Seiten)
Told from two perspectives that are at once nearly polar and intimately linked, this astounding debut captures an air of the fantastical while presenting one family's heartfelt battle with Alzheimer's. Seth Waller is a 15-year-old Austin, Tex., science nerd determined to discover the reason behind his mother's recent mental breakdown. Abel Haggard, living on his family farm just past the Dallas suburbs, is an aging recluse roiled by memories of his one true love: Mae, his brother Paul's wife. The two had a torrid affair while Paul served in Korea, forcing Mae to conceal the paternity of her baby when she became pregnant. Both Seth and Abel speak of a fantasy land named Isidora, which exists outside of our physical world, but which becomes a common thread in piecing this delicately woven story together. Each character is a product of a different time and place, but as Seth delves deeper into his scientific investigation and Abel's troubled life is further revealed, the two stories meet in an emotional and memorable climax. Block displays an innate gift for developing believable characters each with his own distinct voice.
Puh, das Buch war zwar gut und sehr interessant, aber durch das ernste und traurige Thema (Alzheimer) eigentlich keine klassische Urlaubslektüre. Ich hatte zwischendurch befürchtet, dass es duch medizinische und wissenschaftliche Fakten schwer auf englisch zu lesen sein würde, es ging aber eigentlich ganz gut. ;-) Note 2-3
4. Aravind Adiga - The White Tiger (Simon & Schuster, 304 Seiten)
Winner of the 2008 Booker Prize, and introducing a major literary talent, The White Tiger offers a story of coruscating wit, blistering suspense, and questionable morality, told by the most volatile, captivating, and utterly inimitable narrator that this millennium has yet seen.
Balram Halwai is a complicated man. Servant. Philosopher. Entrepreneur. Murderer. Over the course of seven nights, by the scattered light of a preposterous chandelier, Balram tells us the terrible and transfixing story of how he came to be a success in life - having nothing but his own wits to help him along.
Das beste Buch in diesem Monat. Man bekommt einen sehr interessanten Eindruck von Indien und den Gegensätzen im täglichen Leben von Reich und Arm. Die Erzählperspektive hat mir sehr gefallen (Balram hört im Radio, dass der chinesische Ministerpräsident zu Besuch kommt und schreibt in sieben Nächten einen Brief mit seiner Geschichte an ihn). Note 2+
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