1. Nele Neuhaus - Schneewittchen muss sterben (List, 535 Seiten)
Sulzbach im Taunus: An einem regnerischen Novemberabend wird eine Frau von einer Brücke auf die Straße gestoßen. Die Ermittlungen führen Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein in die Vergangenheit: Vor vielen Jahren verschwanden in dem kleinen Taunusort Altenhain zwei Mädchen. Ein Indizienprozess brachte den mutmaßlichen Täter hinter Gitter. Nun ist er in seinen Heimatort zurückgekehrt. Als erneut ein Mädchen vermisst wird, beginnt im Dorf eine Hexenjagd.
"Schneewittchen muss sterben" ist ein Krimi genau nach meinem Geschmack. Unblutig, spannend (aber nicht ZU spannend), interessante Charaktere und gut geschrieben. Obwohl es sich bereits um den vierten Teil der Reihe um Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein handelt, muss man die anderen Bände nicht gelesen haben, um einsteigen zu können. Da mir "Schneewittchen" so gut gefallen hat, werde ich die ersten drei Bücher aber auf jeden Fall auch lesen. Note: 2+
2. John Irving - Last Night in Twisted River (Ballantine Books, 585 Seiten)
In 1954, in the cookhouse of a logging and sawmill settlement in northern New Hampshire, an anxious twelve-year-old boy mistakes the local constable's girlfriend for a bear. Both the twelve-year-old and his father become fugitives, forced to run from Coos County - to Boston, to southern Vermont, to Toronto - pursued by the implacable constable. Their lone protector is a fiercly libertarian logger, once a river driver, who befriends them.
Endlich, ein neuer Irving! Die Meinungen über dieses Buch gehen ja auseinander, mir hat "Twisted River" sehr gut gefallen. Die letzten beiden Kapitel waren mir etwas zu lang, aber ansonsten habe ich es kaum aus der Hand legen können. Es gibt wieder wunderbare Figuren und großartige Geschichten in der Geschichte. Wenn alle Autoren so eine Fantasie wie Herr Irving hätten, nicht auszudenken, was für tolle Bücher es geben könnte.
Bisher habe ich mich nie getraut Irvings Bücher auf englisch zu lesen, aber da ich mir vorgenommen habe, englische Bücher nach Möglichkeit nur noch im Original zu lesen, kam ich quasi nicht drumherum. Und wie toll es war! Note: 2+
3. Cornelia Read - Schneeweißchen und Rosentot (dtv, 428 Seiten)
Madeline Dare stammt aus einer alteingesessenen New Yorker Familie, lebt aber zu ihrem Leidwesen mit ihrem Mann in der ländlichen und recht langweiligen Kleinstadt Syracuse, wo sie bei der Lokalzeitung arbeitet. Eher zufällig erfährt sie von einem 20 Jahre zurückliegenden Mord an zwei jungen Mädchen, der nie aufgeklärt wurde. Sie wittert eine Möglichkeit, sich als Journalistin zu profilieren - aus dieser Geschichte lässt sich doch sicher etwas machen? Als sie herausfindet, dass einige Indizien ausgerechnet auf ihren Lieblingscousin hindeuten, lässt ihr das keine Ruhe. Sie beginnt intensive Nachforschungen anzustellen und benimmt sich dabei alles andere als unauffällig. Hat sie schlafende Hunde geweckt? Denn es wird ein weiterer Mord begangen, und jetzt zeichnet sich ein unheimliches Muster ab: Der Mörder inszeniert seine Opfer wie Illustrationen zu Märchen und Mythen ..
Uuääähhh, was war das denn für ein Mist? Ein bemüht schnoddriger Erzählstil, holperig erzählt, Personen, die an sich sehr interessant hätten sein können, aber merkwürdig blass bleiben und eine nicht besonders spannende Geschichte. Absolut nicht empfehlenswert! Note: 4
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