Vor 40 Jahren verschwand die damals 16-jährige Harriet Vanger. Obwohl niemals eine Leiche gefunden wurde, geht ihr Onkel Henrik Vanger davon aus, dass sie ermordet wurde. Er beauftragt den Journalisten Mikael Blomkvist, sich mit dem Fall zu beschäftigen. Hilfe erhält Mikael von der düsteren Hackerin Lisbeth Salander. Während sie nach und nach einige Details entdecken, und der Lösung des Falls immer näher kommen, wird klar, dass ein Mitglied der großen Familie Vanger für Harriets Verschwinden verantwortlich sein muss.
Die "Millenium-Trilogie" von Stieg Larsson habe ich verschlungen, obwohl Krimis und Thriller sonst ja eher nicht so mein Ding sind. Die Verfilmung ist wirklich sehr gelungen. Es wurde auf alle Nebenhandlungen verzichtet (außer Lisbeths brutale Vergewaltigung durch ihren Vormund und ihre Rache), so dass auch die Längen des Buches wegfallen und der Film durchgehend spannend ist. Das Beste sind aber die Schauspieler. Da es sich um keine Hollywood-, sondern eine skandinavische Produktion handelt, sieht man nicht zum tausendsten Male Tom Hanks in einer Hauptrolle (Michael Nyqvist spielt Mikael Blomkvist). Und mit Noomi Rapace ist die geniale Rolle der Lisbeth Salander perfekt besetzt. Man darf auf die beiden nächsten Teile gespannt sein.
Verona und Burt sind Mitte 30 und erwarten ein Kind. Bei einem gemeinsamen Essen eröffnen Burts Eltern den beiden, dass sie sich zukünftig nicht (um das vielleicht doch nicht so heiß ersehnte) Enkelkind kümmern, sondern lieber für 2 Jahre nach Antwerpen gehen möchten. Daraufhin machen sich Burt und Verona Gedanken, wo sie in Zukunft leben wollen. Ihre Reise führt sie über Madison und Phoenix nach Montreal und Miami. Sie besuchen Freunde und Verwandte und lernen deren Familienleben kennen. Die überdrehte ehemalige Arbeitskollegin von Verona, die zynisch ihre Kinder beleidigt und durch ihre vulgäre Ausdrucksweise besticht, sowie Burts esoterische Freundin aus Kindertagen, die durchaus auch fremde Kinder stillt und Buggys verachtet, scheinen kein gutes Vorbild zu sein. Da gefallen die ehemaligen Studienfreunde, die mit 4 Adoptivkindern in Montreal leben und sehr glücklich zu sein scheinen, viel besser. Aber auch diese Familie hat eine traurige Geschichte. Am Ende landen Verona und Burt an dem Ort, mit dem sie wohl am wenigsten gerechnet hatten. Was für ein fantastischer Film! Er ist wirklich sehr lustig, an einigen Stellen hatte ich aber auch Tränen in den Augen. Außerdem ist der Soundtrack von Alexi Murdoch wunderschön und passt perfekt zum Film. Wie gut der Film mir gefallen hat, ist mir selbst kurz vor Schluß deutlich geworden, als ich dachte "Oh nein, der soll noch nicht vorbei sein!" Das will bei mir und meinem Film-ADS wirklich was heißen. Unbedingt anschauen!