Freitag, 6. August 2010

Dein Herz sei wild.

Jahrelang gehörten Tomte zu meinen allerliebsten Lieblingsbands, ohne die ich mir ein Leben nicht vorstellen kann. Als vor einigen Monaten der Termin für so ziemlich das einzige Tomte Konzert in 2010 bekannt gegeben wurde, fiel mir etwas auf: Ich hatte schon EWIG kein Tomte Album mehr gehört und irgendwie schien es mir auch nicht zu fehlen. Haben wir uns etwa auseinander gelebt, die Band um Thees Uhlmann und ich? Um das zu überprüfen, musste ich mir natürlich eine Karte für das Konzert im Übel & Gefährlich holen.
Als ich gegen 19:30 am Bunker ankam, fiel mir sofort etwas auf, das ich in der Tomtelosen Zeit total verdängt hatte: Tomte Fans sind so unfassbar jung geworden! Ich fühle mich ALT!
Den Support übernahm Billy the Kid, Leadsänger der Band Young Rebel Set. Die Songs, nur begleitet auf der Akustikgitarre, gefielen mir sehr gut. Das heutige Konzert auf dem Dachgarten des Ü&G ist leider mittlerweile ausverkauft, vielleicht wäre ich sonst hingegangen.
Während des Umbaus wunderten wir uns schon, dass nirgendwo ein Keyboard zu sehen war. Ist Simon etwa nicht mehr dabei? Als Tomte gegen 22:00 Uhr die Bühne betraten, begrüßte Thees das Publikum mit den Worten: "Hamburg! So lange ist das doch auch nicht her! Ich habe keine verdammte Ahnung wo Simon Frontzek ist!" Hm, man darf gespannt sein. Tomte begannen das Konzert passenderweise mit "Wie sieht's aus in Hamburg?". Danach folgten das geliebte "Schreit den Namen meiner Mutter", "So soll es sein" und "Endlich einmal". Thees erzählte relativ wenig, was manche Leute zu stören schien, mir soll es recht sein. Ohne Simon und das Keyboard klangen die Songs wieder wie früher, was ich eigentlich ziemlich gut fand. Neue Lieder wurden keine gespielt, die meisten Songs kamen vom letzten Album "Heureka". Mein Lieblingsalbum ist es nicht. Wie zu erwarten, feierten die Kiddies aber gerade die neuesten Lieder am meisten ab. Nun ja, sollen sie.
Mit "Wilhelm, das war nichts" und "Korn & Sprite" gab es noch zwei alte Klassiker und dann verließen Tomte die Bühne auch schon.
Als Zugaben spielte Thees solo auf der Akustikgitarre "New York" und "Das hier ist Fußball". Der wirklich letzte Song war dann "Die Schönheit der Chance". Dieses großartige Lied ist einfach der perfekte Abschluss für ein Tomte Konzert, vor allem wenn das Publikum die Zeilen "Die Schönheit der Chance, dass wir unser Leben lieben so spät es auch ist. Das ist nicht die Sonne, die untergeht, sondern die Erde, die sich dreht." noch so lange im
Chor singt. Hach!
Ich habe Tomte schon wirklich oft live gesehen und war irgendwann auch ein bißchen Tomtesatt, das Konzert gestern hat mir aber wieder richtig gut gefallen, vor allem die Zugaben. Sie hätten gerne weniger Lieder von "Heureka" und dafür mehr von "Hinter all diesen Fenstern" spielen können, aber das Leben ist ja nun mal kein Wunschkonzert.
Und, wie steht es jetzt um meine Tomte Liebe? Sie ist nicht mehr so groß wie früher, aber auf jeden Fall noch ausreichend vorhanden. Gut zu wissen!

http://www.myspace.com/tomte
http://www.myspace.com/youngrebelset
http://www.myspace.com/uebelundgefaehrlich

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen