Mal wieder nur drei Bücher geschafft, aber dafür richtig gute!
1. Jonathan Safran Foer - Tiere essen (Kiepenheuer & Witsch, 399 Seiten)
"Diese Geschichte begann nicht als ein Buch. Ich wollte nur wissen - für mich und für meine Familie - was Fleisch eigentlich ist. Wo kommt es her? Wie wird es produziert? Welche Folgen hat unser Fleischkonsum für die Wirtschaft, die Gesellschaft und unsere Umwelt? Gibt es Tiere, die man bedenkenlos essen kann? Gibt es Situationen, in denen der Verzicht auf Fleisch falsch ist? Warum essen wir kein Hundefleisch? Was als persönliche Untersuchung begann, wurde rasch sehr viel mehr als das ..." Jonathan Safran Foer
Eins vorweg: Genauso wie Foer möchte ich niemanden zum Vegetarismus bekehren. Ich bin aber der Meinung, dass jeder, der gerne Fleisch ist, dieses Buch lesen sollte. Nach der Lektüre dieses Buches wird man nie wieder billiges Supermarktgeflügel kaufen, nie wieder. Foer beschreibt in seinem Buch natürlich die amerikanische Massentierhaltung und Schlachtung. Dass sich diese von der deutschen aber so gut wie gar nicht unterscheidet, verdeutlicht der Anhang "Zur Sachlage in Deutschland". Ich bin übrigens gerne bereit das Buch zu verleihen. :) Note: 1
2. Helen FitzGerald - Furchtbar lieb (Galiani Berlin, 238 Seiten)
"Manche Menschen finden auf einen Schlag zu sich selbst, wie bei einer Explosion. Ich selbst habe Stück für Stück zu mir selbst gefunden, mehr oder weniger durch eine Reihe von Zufällen.
Das erste Stück habe ich in einem Zelt auf dem West Highland Way gefunden. Meine beste Freundin Sarah schlief. Ihr Mann lag neben ihr, und ich schluckte sein Sperma. Ich entdeckte das nächste Stück von mir am Grund einer Klippe, als ich Sarahs toten Körper dort entlangschleifte, während ihr Kopf gegen die Felsen schlug. Sarah, meine beste Freundin seit Kinderzeiten, die ich verraten und ermordet hatte. Und dann, in der Dunkelheit des Dachbodens meiner Eltern,fand ich den Rest von mir."
Krissie und Sarah sind schon seit frühester Kindheit befreundet. Während Sarah ein ruhiges Mädchen ist, das am liebsten mit ihrer Puppe spielt, ist Krissie wilder und tobt lieber draußen rum. Als Erwachsene führt Sarah das vermeintlich perfekte Leben und ist glücklich mit einem Arzt verheiratet. Das einzige, was ihr fehlt, ist ein Kind. Dieses Kind hat Krissie, die nach einem betrunkenen One-Night-Stand auf einem Diskoklo schwanger geworden ist...
Ungewöhnlich, skurril und böse. Ich liebe solche Bücher! Note: 1
3. Marie Hermanson - Pilze für Madeleine (Suhrkamp, 164 Seiten)
Drachenpilz, Wolfsblut, Fliegenpilz, Stinkmorchel: Wenn der „Pilzkönig“ Holger Haglund seine legendären Seminare abhält, liegen ihm die Frauen zu Füßen. Auch die reiche, welterfahrene Schloßbesitzerin Madeleine erliegt seinem Charme. Sehr zum Leidwesen seines Sohnes, der zeitlebens im Schatten seines Vaters stand. Als die Liebe zwischen Holger und Madeleine abzukühlen droht, faßt Holger einen heimtückischen Plan. Was, wenn Vater und Sohn die gleiche Frau lieben? Und giftige Pilze im Spiel sind? In Pilze für Madeleine meistert Marie Hermanson aufs neue den Spagat zwischen schauriger Spannung, absurder Tragödie und zärtlich-ernsthafter Liebesgeschichte. Ein modernes Märchen für Erwachsene – Happy-End inbegriffen.
Bis auf das etwas zu kitschige Ende, ist "Pilze für Madeleine" wieder ein toller Roman von Marie Hermanson. Schöner als diese amazon-Rezension kann ich auch nicht ausdrücken, was mir an ihren Büchern so gefällt: "Marie Hermanson ist Spezialistin für menschliche Abgründe vor idyllischem Postkartenschauplatz. Bei ihr lauert das Böse, Hinterhältige, Niedrige gerade dort, wo andere romantisierend nur Gutes, Schönes und Ursprüngliches vermuten." Genauso ist es. Note: 2
Ich will "Tiere essen" lesen. Ich sag ja immer kauft BIO!!!
AntwortenLöschenDu stehst doch als erste auf der Verleihliste, Peggylein! :)
AntwortenLöschen