Montag, 1. November 2010

Nina hat im Oktober gelesen...

Juhu, endlich mal wieder mehr als drei Bücher geschafft, nämlich FÜNF! :) Und fünf völlig verschiedene, so mag ich es ja am liebsten.

1. Carl Hiaasen - Krumme Hunde
(Goldmann, 511 Seiten)

Als Palmer Stoat eine leere Hamburger- Verpackung aus seinem Auto wirft, ändert sich das ganze Leben des einflussreichen Lobbyisten. Denn Zeuge dieser verwerflichen Tat wurde Twilly Spree, ein Umweltaktivist, der mit ungewöhnlichen Mitteln gegen Umweltsünder vorgeht: Als ersten Racheakt begräbt er Palmers Cabriolet unter Bergen von Müll. Aber das ist nur der Anfang. Denn Palmers Frau Desie, die ein Auge auf Twilly geworfen hat, erzählt diesem von den etwas größeren Vergehen ihres Mannes …

Meine ehemaligen Kolleginnen bei Bültmann & Gerriets in Oldenburg kennen meinen Buchgeschmack einfach am besten. "Krumme Hunde" wurde mir bei meinem letzten Besuch dort empfohlen und hat tatsächlich genau meinen Geschmack getroffen. Ironisch, sarkastisch, ein bißchen böse, sehr gute interessante Charaktere und eine gute Story, die nicht vorhersehbar ist. Fein! Es war mein erstes Buch von Carl Hiaasen, aber sicher nicht mein letztes. Note: 2+

2. Thilo Bode - Die Essensfälscher - Was uns die Lebensmittelkonzerne auf die Teller lügen (S. Fischer, 222 Seiten)

"Bio", "Wellness", "Tradition": Wie uns die Lebensmittelindustrie nach Strich und Faden belügt und was wir dagegen tun können Noch nie waren Lebensmittel so gut wie heute? Von wegen! Thilo Bode, Gründer der Verbraucherorganisation foodwatch, seziert die ausgebufften Strategien der Lebensmittelkonzerne. Fitness -Produkte? Machen nicht fit, sondern fett. - Der traditionell und regional hergestellte Schwarzwälder Schinken? Stammt tatsächlich aus Massentierhaltung und kommt aus ganz Europa. - Gesunde Kinderprodukte? Versteckte Zuckerbomben. - Bio-Apfelgetränke? Haben noch nie einen Apfel gesehen Diese haarsträubenden Täuschungsmanöver haben System. Die Nahrungsmittelkonzerne sind an die Grenzen ihrer Wachstumsmöglichkeiten gestoßen. Also drehen sie uns mit milliardenschweren Werbe-Etats nur vermeintlich neue und bessere Produkte an. Diese gaukeln jedoch Qualität lediglich vor und gefährden zudem oft genug unsere Gesundheit. Bode nimmt Artikel ins Visier, die wir alle kennen und er nennt Ross und Reiter. Somit dient dieses Buch auch als Anleitung, die unlauteren Praktiken der Nahrungsmittelkonzerne zu boykottieren.

Hui, schon wieder ein Sachbuch zum Thema Essen. Ja, (gesunde) Ernährung ist schon seit einiger Zeit eines meiner Lieblingsthemen und deshalb kam ich um dieses Buch nicht herum. "Die Essensfälscher" ist an sich sehr interessant und sollte besonders von Menschen, die gerne Fertigprodukte kaufen, gelesen werden. Wer allerdings öfter mal auf der homepage von foodwatch vorbei schaut und die "Mogel-Liste" kennt, wird in dem Buch nicht viel erfahren, was er nicht vorher schon wusste, bzw. ahnte. Ich bin (zum Glück!) mit selbst gekochtem Essen groß geworden und verwende schon länger keine Fertigprodukte und so wenig verarbeitete Lebensmittel wie möglich mehr, aber auf einen großen Teil unserer Bevölkerung scheint das leider nicht zuzutreffen, wenn man sich die Zahlen übergewichtiger Menschen und besonders Kinder anschaut. Es wird Zeit, dass sich das ändert und das Ampelsystem eingeführt wird, mit dem wirklich jeder erkennen kann, ob ein Lebensmittel zu viel Zucker und Fett enthält. Dass sich die Konzerne dagegen wehren ist klar, dürfte von der Politik aber nicht toleriert werden. Okay, das war jetzt mein Wort zum Sonntag quasi. :)

3. Sibylle Berg - Die Fahrt (Rowohlt, 346 Seiten)

Porno-Starlet Miki fährt nach Hongkong und wird Millionenerbin. Frank zieht es nach Shanghai, aber dann bleibt er doch lieber in Berlin. Peter ertrinkt fast in einem Tsunami. Dies ist ein Reiseroman mit vielen Helden. Ruhelos fahren die einen an fremde Orte, auf der Suche nach Glück, Sinn, Abwechslung. Die anderen bleiben, wo sie sind. Aber ob der Mensch ausgerechnet zu Hause glücklicher ist?

Sibylle Berg wurde mir schon häufiger empfohlen, "Die Fahrt" ist nun das erste Buch, das ich von ihr gelesen habe, aber sicher nicht das Letzte. Die vielen verschiedenen Personen des Romans sind alle auf der Suche nach dem Glück, das sich scheinbar nur in der Ferne finden lässt. So reisen sie an ausgefallene Orte nur um festzustellen, dass es mit dem Glück finden doch nicht so einfach ist wie gedacht. Also ziehen sie weiter...und weiter. Das dürfte vielen Großstadtbewohnern ab Mitte 20 bekannt vorkommen. Oder? :) Note: 2

4. Elia Barceló - Das Rätsel der Masken (Piper, 522 Seiten)

Was Amelia und Raúl verband, scheint unzerstörbar und hinter einer Mauer des Schweigens verborgen. Bis ein anderer Mann in Amelias Leben tritt und die Schatten der Vergangenheit heraufbeschwört. Ein Roman wie ein tödlicher Maskenball mit wechselnden Verkleidungen und unvorhersehbarem Ausgang - die Geschichte eines diabolischen Spiels namens Liebe.

Noch ein Buch, das mir von meiner ehemaligen Kollegin empfohlen wurde und das ich ohne groß nachzudenken als Urlaubslektüre mit nach Paris genommen habe. Gleich auf den ersten Seiten dann die Erkenntnis: Moment, das Buch spielt in Paris? Wie toll passt das denn?! Ich bin mir jetzt im Nachhinein nicht sicher, ob mir das Buch so gut gefallen hätte, wenn ich es nicht quasi am Ort des Geschehens gelesen und die Stadtteile und besonderen Orte nicht vor Augen gehabt hätte, aber so hat mir die Stimmung des Buches gefallen und ich habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt. Die Geschichte ist gut erzählt und recht unkitschig. Doch, ich mochte es. Note: 2

5. Åsa Larsson - Bis dein Zorn sich legt (btb, 347 Seiten)

Rebecka Martinsson, Staatanwältin im nordschwedischen Kiruna, wird in einen besonders grausamen Mordfall hineingezogen: Beim winterlichen Tauchen in einem See stirbt ein junges Pärchen, weil ein Fremder eine Holztür über das Loch schiebt, das sie ins Eis gehackt hatten, um nach einem versunkenen Wrack aus dem Zweiten Weltkrieg zu tauchen. Wofür wurden die beiden mit dem Tod bestraft? Bei ihren Nachforschungen entdeckt Rebecka ein gefährliches Netz aus Angst, Schuld und Verrat. Und Schritt für Schritt begreift sie, dass auch 60 Jahre nach dem Ende des Krieges in Kiruna unversöhnliche Konflikte weiterschwelen. Konflikte, die auch sie in tödliche Gefahr zu bringen drohen ...

Zum Abschluss noch ein Krimi! Mal wieder habe ich eine Krimireihe mittendrin begonnen, so dass mir beim Lesen einiges an Vorwissen über Rebecka Martinsson und ihre Kollegen fehlte. Das sollte ich mir echt abgewöhnen, denn in dem 4. Band einer Reihe werden die Protagonisten und die Vorgeschichten nicht mehr großartig erläutert und sind als Einstieg nicht so super geeignet. Die Geschichte hat mir an sich gut gefallen, hätte aber ruhig noch etwas spannender sein dürfen. Note: 3

1 Kommentar:

  1. Liebe Nina,

    ich vermisse Deine Buchempfehlungen :o)

    http://danafee.blogspot.com/2011/01/lieblingsblog.html

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