Alles war schön und nichts tat weh.
Nun ist es mir also auch mal passiert. Eine Band, die ich sehr gerne mag, löst sich auf und geht auf Abschiedstournee. Die traurige Nachricht ereilte mich im Urlaub in Mailand. Was, Muff Potter trennen sich? Neeeiinn!Meine erste Begegnung mit Muff Potter hatte ich 2004 auf dem ersten und einzigen Campus Open Air in Oldenburg. Die Texte waren nicht besonders gut verständlich und die Band blieb mir nicht großartig in Erinnerung. Das änderte sich ein Jahr später mit dem fantastischen Album "Von wegen", das ich damals rauf und runter hörte. Für den Nachfolger "Steady Fremdkörper" habe ich mich aus unerfindlichen Gründen nicht interessiert und mich erst mit dem Album beschäftigt, als Muff Potter letztes Jahr im Dezember als Vorband von Kettcar in der Großen Freiheit spielten. Verdammt, wie hatte ich diese Band wieder vergessen können? Tja, und nun ist es vorbei. Ihr 621. und vorletztes Konzert spielten die Münsteraner am 12.12. in der Hamburger Markthalle.
Als Support: Clickclickdecker. Obwohl die Band 2009 ein neues Album rausgebracht hat, habe ich sie dieses Jahr kein einziges Mal live gesehen. Auf das Konzert im Zeise Kino im Januar hatte ich erst keine Lust (?!) und später keine Karte. Der Termin im Molotow fiel dann auf den gleichen Tag wie Niels Freverts Streicher-Konzert. Nun aber, wenn auch nur als Vorband. Clickclickdecker spielten 45 Minuten lang Songs aus allen drei Alben (Warum kann ich die Texte vom ersten Album eigentlich nicht auswendig?) und bewiesen wieder einmal was für eine fantastische Live Band sie sind. Das kommt sicher auch dem aktuellen Album "Den Umständen entsprechend" zugute, das auf jeden Fall einige Plätze in meinen Jahres-Top-10 gutgemacht hat. Schön war das, sehr schön!Gegen 22 Uhr betraten Muff Potter die Bühne in der so ziemlich ausverkauften Markthalle und man merkte von Anfang an, dass dies Konzert etwas Besonderes sein würde. Nagel war recht melancholisch und steckte das Publikum damit an (also mich zumindest). Gespielt wurden Songs
aus der ganzen langen Bandgeschichte, wobei ich ja zugeben muss, dass ich die alten Sachen nicht kenne. Ja, bei Muff Potter bin ich ein Fan von der Art, wie ich ihn sonst gerne verachte: Kennt nur die letzten Alben und mag diese sehr gerne, während die "richtigen" Fans diese eher enttäuschend fanden und sich an den alten Liedern festhalten. Wahrscheinlich bin ich einfach zu wenig Punk. :)Muff Potter spielten insgesamt über 2 Stunden und bescherten mir so das längste Konzert des Jahres. Sehr sehr emotional war es. "Da ist irgendwie zuviel Wasser in meinen Augen". Macht's gut, Jungs.
http://www.myspace.com/muffpotter
http://www.myspace.com/clickclickdecker
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