In der letzten Zeit habe ich eine ganze Menge Filme im Kino verpasst, die ich eigentlich gerne gesehen hätte. Besonders ärgerlich ist das, wenn man mit dem Zeise Kino eines der besten Kinos Hamburgs direkt um die Ecke hat. Gestern war es aber endlich mal wieder so weit! Auf dem Programm stand "Sin nombre", das Filmdebüt des amerikanischen Regisseurs Cary Fukunaga. Der Film erzählt die Geschichte von Sayra und Casper. Sayra lebt in Honduras und will zusammen mit ihrem Vater und ihrem Bruder in die USA, genauer gesagt nach New Jersey. Ihre Reise auf den Dächern eines Güterzuges ist hart und gefährlich.
Casper lebt in Mexiko und ist Mitglied in der tatsächlich existierenden Gangsterbande Mara Salvatrucha. Um in die Mara aufgenommen zu werden, muss jedes Mitglied einen Mitglied der verfeindeten Gang töten. Zusammen mit dem Gangsterboss und dem 12-jährigen Smiley, der das Aufnahmeritual gerade hinter sich hat, überfällt Casper den Güterzug, auf dem Sayra und ihre Verwandten reisen. Als der Boss Sayra vergewaltigen will, tötet Casper ihn und rettet Sayra. Fortan ist Casper auf der Flucht, denn dass dieser Mord gerächt wird, ist völlig klar.
Sayra und Casper freunden sich während der Fahrt an helfen sich gegenseitig.
Cary Fukunaga hat gründlichst recherchiert und die Reise auf dem Dach des Güterzuges selbst mitgemacht. Mutig, wenn man bedenkt, dass nicht alle Reisenden an ihrem Ziel ankommen. Mögliche Überfälle und die Gefahr vom Dach und unter den Zug zu fallen sind ständige Begleiter.
Mir hat der Film sehr gut gefallen, weil er teilweise fast wie eine Doku wirkt und den Zuschauer zu fesseln vermag. Kein Popcorn-Kino, aber sehr sehenswert!
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