Sonntag, 3. Juli 2011

Und noch mehr Bücher...

Edgar Rai - Nächsten Sommer (Aufbau, 236 Seiten)

Und am Ende der Straße steht ein Haus am Meer. Was ist das Leben? Eine Wundertüte? Eine Losbude mit zu vielen Nieten? Kleines Drama oder großes Kino? – Ein wunderbar sehnsuchtsvolles und witziges Roadmovie, das den Sommer, die Freiheit und die Liebe atmet.

Genau die richtige Mischung aus Leichtigkeit und Melancholie, die ich so mag. Ich habe das Buch sehr gerne und am perfekten Ort gelesen (Im strahlenden Sonnenschein an meinem Lieblingsplatz an der Elbe). Note: 1

Ingrid Hedström - Die toten Mädchen von Villette (Suhrkamp 402 Seiten)


Villette, Belgien, 24. Juni 1994: Drei junge Mädchen stöckeln nachts von der Johannisprozession durch den Wald in ihr Heimatdorf zurück. Kurze Zeit später werden die jungen Frauen tot aufgefunden. Ein junger Mann aus der Gegend hatte die Teenager in seinem Wagen mitgenommen. Was nach einem einfachen Fall für die junge Ermittlungsrichterin Martine Poirot aussieht, entwickelt sich bald zur gefährlichen Suche nach einem Serienmörder, die zurückführt in die Zeit der Kollaboration, zu der dunklen Geschichte zweier junger Widerstandskämpferinnen, Renée und Simone, und Poirot mit einem dunklen Kapitel ihrer eigenen Familiengeschichte konfrontiert, denn Renée war Poirots Mutter...


Das Buch fing spannend an und las sich ingesamt sehr gut. Allerdings ist mir etwas passiert, was sonst beim Krimi lesen nie passiert: Ich bin von alleine auf den Mörder gekommen. Danach hat es nur noch halb so viel Spaß gemacht... Note: 3

Gisa Klönne - Der Wald ist Schweigen
(Ullstein, 400 Seiten)
Gisa Klönne - Unter dem Eis (Ullstein, 368 Seiten)
Gisa Klönne - Nacht ohne Schatten (Ullstein, 384 Seiten)
Gisa Klönne - Farben der Schuld (Ullstein, 384 Seiten)

Nachdem ich die Krimireihe um die Kommissarin Judith Krieger gelesen habe, verstehe ich endgültig, warum solche Serien so beliebt sind. Genau wie bei Nele Neuhaus sind die Kriminalfälle nicht wahnsinnig raffiniert, nach und nach wachsen einem die Hauptpersonen aber so sehr ans Herz, dass man ein Buch nach dem anderen lesen möchte. Der fünfte Band erscheint im Herbst, ich freu mich schon drauf!


Siri Hustvedt - Der Sommer ohne Männer (Rowohlt, 304 Seiten)

«Eine Weile nachdem er das Wort Pause ausgesprochen hatte, drehte ich durch und landete im Krankenhaus. Die Pause war eine Französin. Natürlich war sie jung, und ich vermute, dass Boris schon lange scharf auf seine Kollegin gewesen war, bevor er sich auf ihre signifikanten. Bereiche stürzte ...»


Siri Hustvedts gehört seit "Was ich liebte" zu meinen Lieblingsautorinnen. Mit ihrem neuen Buch konnte ich nicht so viel anfangen. Es war schön zu lesen, klar. Vielleicht bin ich auch einfach zu jung um mich in eine 55-jährige Frau und ihre Eheprobleme einzufühlen.. ;-) Note: 3

Helge Schneider - Bonbon aus Wurst - Mein Leben (Kiwi, 160 Seiten)

"Da nicht nur Hartmut Beck von der SPD Rheinland-Württemberg seine Memoiren noch einmal verändert hat, habe auch ich mich entschlossen, meinen Lebenslauf noch einmal zu überdenken. Ich habe 1992 bereits handgeschriebene Erinnerungen vorgelegt, die aber aufgrund meines damaligen Zeitmangels und meiner Beschränktheiten zum größten Teil auf erfundenen Lügenmärchen basierten. Jetzt ist es an der Zeit aufzuräumen. "

Der totale Scheiß, natürlich. Aber wer Helge Schneider mag, wird auch dieses Buch lieben. Ich fands großartig. :)

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